Psalmen 38
Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1Ein Psalm Davids, zum Gedächtnis. HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm.
1In finem, ipsi Idithun. Canticum David.
2Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich.
2[Dixi: Custodiam vias meas: ut non delinquam in lingua mea. Posui ori meo custodiam, cum consisteret peccator adversum me.
3Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde.
3Obmutui, et humiliatus sum, et silui a bonis; et dolor meus renovatus est.
4Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.
4Concaluit cor meum intra me; et in meditatione mea exardescet ignis.
5Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.
5Locutus sum in lingua mea: Notum fac mihi, Domine, finem meum, et numerum dierum meorum quis est, ut sciam quid desit mihi.
6Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig.
6Ecce mensurabiles posuisti dies meos, et substantia mea tamquam nihilum ante te. Verumtamen universa vanitas, omnis homo vivens.
7Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.
7Verumtamen in imagine pertransit homo; sed et frustra conturbatur: thesaurizat, et ignorat cui congregabit ea.
8Es ist mir gar anders denn zuvor, und ich bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.
8Et nunc quæ est exspectatio mea: nonne Dominus? et substantia mea apud te est.
9Herr, vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
9Ab omnibus iniquitatibus meis erue me: opprobrium insipienti dedisti me.
10Mein Herz bebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.
10Obmutui, et non aperui os meum, quoniam tu fecisti;
11Meine Lieben und Freunde treten zurück und scheuen meine Plage, und meine Nächsten stehen ferne.
11amove a me plagas tuas.
12Und die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; und die mir übelwollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.
12A fortitudine manus tuæ ego defeci in increpationibus: propter iniquitatem corripuisti hominem. Et tabescere fecisti sicut araneam animam ejus: verumtamen vane conturbatur omnis homo.
13Ich aber muß sein wie ein Tauber und nicht hören, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut,
13Exaudi orationem meam, Domine, et deprecationem meam; auribus percipe lacrimas meas. Ne sileas, quoniam advena ego sum apud te, et peregrinus sicut omnes patres mei.
14und muß sein wie einer, der nicht hört und der keine Widerrede in seinem Munde hat.
14Remitte mihi, ut refrigerer priusquam abeam et amplius non ero.]
15Aber ich harre, HERR, auf dich; du, Herr, mein Gott, wirst erhören.
no verse 15 in this text
16Denn ich denke: Daß sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich.
no verse 16 in this text
17Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.
no verse 17 in this text
18Denn ich zeige meine Missetat an und sorge wegen meiner Sünde.
no verse 18 in this text
19Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich unbillig hassen, derer ist viel.
no verse 19 in this text
20Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum daß ich an dem Guten halte.
no verse 20 in this text
21Verlaß mich nicht, HERR! Mein Gott, sei nicht ferne von mir!
no verse 21 in this text
22Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe.
no verse 22 in this text
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