Psalmen
Chapter 10
Lutherbibel 1912
vs Clementine Vulgate…
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Psalmen 10

Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?
1In finem. Psalmus David.
2Weil der Gottlose Übermut treibt, muß der Elende leiden; sie hängen sich aneinander und erdenken böse Tücke.
2[In Domino confido; quomodo dicitis animæ meæ: Transmigra in montem sicut passer?
3Denn der Gottlose rühmt sich seines Mutwillens, und der Geizige sagt dem Herrn ab und lästert ihn.
3Quoniam ecce peccatores intenderunt arcum; paraverunt sagittas suas in pharetra, ut sagittent in obscuro rectos corde:
4Der Gottlose meint in seinem Stolz, er frage nicht darnach; in allen seinen Tücken hält er Gott für nichts.
4quoniam quæ perfecisti destruxerunt; justus autem, quid fecit?
5Er fährt fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden.
5Dominus in templo sancto suo; Dominus in cælo sedes ejus. Oculi ejus in pauperem respiciunt; palpebræ ejus interrogant filios hominum.
6Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr darniederliegen; es wird für und für keine Not haben.
6Dominus interrogat justum et impium; qui autem diligit iniquitatem, odit animam suam.
7Sein Mund ist voll Fluchens, Falschheit und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an.
7Pluet super peccatores laqueos; ignis et sulphur, et spiritus procellarum, pars calicis eorum.
8Er sitzt und lauert in den Dörfern; er erwürgt die Unschuldigen heimlich; seine Augen spähen nach dem Armen.
8Quoniam justus Dominus, et justitias dilexit: æquitatem vidit vultus ejus.]
9Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe in der Höhle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und er hascht ihn, wenn er ihn in sein Netz zieht.
no verse 9 in this text
10Er zerschlägt und drückt nieder und stößt zu Boden den Armen mit Gewalt.
no verse 10 in this text
11Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.
no verse 11 in this text
12Stehe auf, HERR; Gott, erhebe deine Hand; vergiß der Elenden nicht!
no verse 12 in this text
13Warum soll der Gottlose Gott lästern und in seinem Herzen sprechen: Du fragest nicht darnach?
no verse 13 in this text
14Du siehest ja, denn du schauest das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. Die Armen befehlens's dir; du bist der Waisen Helfer.
no verse 14 in this text
15Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche heim das Böse, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden.
no verse 15 in this text
16Der HERR ist König immer und ewiglich; die Heiden müssen aus seinem Land umkommen.
no verse 16 in this text
17Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket,
no verse 17 in this text
18daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
no verse 18 in this text

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