Job 39
Clementine Vulgate, 1598Translation
Clementine Vulgate, 1598
Lutherbibel 1912
1[Numquid nosti tempus partus ibicum in petris, vel parturientes cervas observasti?
1Weißt du die Zeit, wann die Gemsen auf den Felsen gebären? oder hast du gemerkt, wann die Hinden schwanger gehen?
2Dinumerasti menses conceptus earum, et scisti tempus partus earum?
2Hast du gezählt ihre Monden, wann sie voll werden? oder weißt du die Zeit, wann sie gebären?
3Incurvantur ad fœtum, et pariunt, et rugitus emittunt.
3Sie beugen sich, lassen los ihre Jungen und werden los ihre Wehen.
4Separantur filii earum, et pergunt ad pastum: egrediuntur, et non revertuntur ad eas.
4Ihre Jungen werden feist und groß im Freien und gehen aus und kommen nicht wieder zu ihnen.
5Quis dimisit onagrum liberum, et vincula ejus quis solvit?
5Wer hat den Wildesel so frei lassen gehen, wer hat die Bande des Flüchtigen gelöst,
6cui dedi in solitudine domum, et tabernacula ejus in terra salsuginis.
6dem ich die Einöde zum Hause gegeben habe und die Wüste zur Wohnung?
7Contemnit multitudinem civitatis: clamorem exactoris non audit.
7Er verlacht das Getümmel der Stadt; das Pochen des Treibers hört er nicht.
8Circumspicit montes pascuæ suæ, et virentia quæque perquirit.
8Er schaut nach den Bergen, da seine Weide ist, und sucht, wo es grün ist.
9Numquid volet rhinoceros servire tibi, aut morabitur ad præsepe tuum?
9Meinst du das Einhorn werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe?
10Numquid alligabis rhinocerota ad arandum loro tuo, aut confringet glebas vallium post te?
10Kannst du ihm dein Seil anknüpfen, die Furchen zu machen, daß es hinter dir brache in Tälern?
11Numquid fiduciam habebis in magna fortitudine ejus, et derelinques ei labores tuos?
11Magst du dich auf das Tier verlassen, daß es so stark ist, und wirst es dir lassen arbeiten?
12Numquid credes illi quod sementem reddat tibi, et aream tuam congreget?
12Magst du ihm trauen, daß es deinen Samen dir wiederbringe und in deine Scheune sammle?
13Penna struthionis similis est pennis herodii et accipitris.
13Der Fittich des Straußes hebt sich fröhlich. Dem frommen Storch gleicht er an Flügeln und Federn.
14Quando derelinquit ova sua in terra, tu forsitan in pulvere calefacies ea?
14Doch läßt er seine Eier auf der Erde und läßt sie die heiße Erde ausbrüten.
15Obliviscitur quod pes conculcet ea, aut bestia agri conterat.
15Er vergißt, daß sie möchten zertreten werden und ein wildes Tier sie zerbreche.
16Duratur ad filios suos, quasi non sint sui: frustra laboravit, nullo timore cogente.
16Er wird so hart gegen seine Jungen, als wären sie nicht sein, achtet's nicht, daß er umsonst arbeitet.
17Privavit enim eam Deus sapientia, nec dedit illi intelligentiam.
17Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand zugeteilt.
18Cum tempus fuerit, in altum alas erigit: deridet equum et ascensorem ejus.
18Zu der Zeit, da er hoch auffährt, verlacht er beide, Roß und Mann.
19Numquid præbebis equo fortitudinem, aut circumdabis collo ejus hinnitum?
19Kannst du dem Roß Kräfte geben oder seinen Hals zieren mit seiner Mähne?
20Numquid suscitabis eum quasi locustas? gloria narium ejus terror.
20Läßt du es aufspringen wie die Heuschrecken? Schrecklich ist sein prächtiges Schnauben.
21Terram ungula fodit; exultat audacter: in occursum pergit armatis.
21Es stampft auf den Boden und ist freudig mit Kraft und zieht aus, den Geharnischten entgegen.
22Contemnit pavorem, nec cedit gladio.
22Es spottet der Furcht und erschrickt nicht und flieht vor dem Schwert nicht,
23Super ipsum sonabit pharetra; vibrabit hasta et clypeus:
23wenngleich über ihm klingt der Köcher und glänzen beide, Spieß und Lanze.
24fervens et fremens sorbet terram, nec reputat tubæ sonare clangorem.
24Es zittert und tobt und scharrt in die Erde und läßt sich nicht halten bei der Drommete Hall.
25Ubi audierit buccinam, dicit: Vah ! procul odoratur bellum: exhortationem ducum, et ululatum exercitus.
25So oft die Drommete klingt, spricht es: Hui! und wittert den Streit von ferne, das Schreien der Fürsten und Jauchzen.
26Numquid per sapientiam tuam plumescit accipiter, expandens alas suas ad austrum?
26Fliegt der Habicht durch deinen Verstand und breitet seine Flügel gegen Mittag?
27Numquid ad præceptum tuum elevabitur aquila, et in arduis ponet nidum suum?
27Fliegt der Adler auf deinen Befehl so hoch, daß er sein Nest in der Höhe macht?
28In petris manet, et in præruptis silicibus commoratur, atque inaccessis rupibus.
28In den Felsen wohnt er und bleibt auf den Zacken der Felsen und auf Berghöhen.
29Inde contemplatur escam, et de longe oculi ejus prospiciunt.
29Von dort schaut er nach der Speise, und seine Augen sehen ferne.
30Pulli ejus lambent sanguinem: et ubicumque cadaver fuerit, statim adest.]
30Seine Jungen saufen Blut, und wo Erschlagene liegen, da ist er.
31Et adjecit Dominus, et locutus est ad Job:
no verse 31 in this text
32[Numquid qui contendit cum Deo, tam facile conquiescit? utique qui arguit Deum, debet respondere ei.]
no verse 32 in this text
33Respondens autem Job Domino, dixit:
no verse 33 in this text
34[Qui leviter locutus sum, respondere quid possum? manum meam ponam super os meum.
no verse 34 in this text
35Unum locutus sum, quod utinam non dixissem: et alterum, quibus ultra non addam.]
no verse 35 in this text
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