Job
Chapter 37
Clementine Vulgate, 1598
vs Lutherbibel 1912
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Job 37

Clementine Vulgate, 1598
Lutherbibel 1912
1[Super hoc expavit cor meum, et emotum est de loco suo.
1Des entsetzt sich mein Herz und bebt.
2Audite auditionem in terrore vocis ejus, et sonum de ore illius procedentem.
2O höret doch, wie der Donner zürnt, und was für Gespräch von seinem Munde ausgeht!
3Subter omnes cælos ipse considerat, et lumen illius super terminos terræ.
3Er läßt ihn hinfahren unter allen Himmeln, und sein Blitz scheint auf die Enden der Erde.
4Post eum rugiet sonitus; tonabit voce magnitudinis suæ: et non investigabitur, cum audita fuerit vox ejus.
4Ihm nach brüllt der Donner, und er donnert mit seinem großen Schall; und wenn sein Donner gehört wird, kann man's nicht aufhalten.
5Tonabit Deus in voce sua mirabiliter, qui facit magna et inscrutabilia;
5Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut große Dinge und wird doch nicht erkannt.
6qui præcipit nivi ut descendat in terram, et hiemis pluviis, et imbri fortitudinis suæ;
6Er spricht zum Schnee, so ist er bald auf Erden, und zum Platzregen, so ist der Platzregen da mit Macht.
7qui in manu omnium hominum signat, ut noverint singuli opera sua.
7Aller Menschen Hand hält er verschlossen, daß die Leute lernen, was er tun kann.
8Ingredietur bestia latibulum, et in antro suo morabitur.
8Das wilde Tier geht in seine Höhle und bleibt an seinem Ort.
9Ab interioribus egredietur tempestas, et ab Arcturo frigus.
9Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Kälte.
10Flante Deo, concrescit gelu, et rursum latissimæ funduntur aquæ.
10Vom Odem Gottes kommt Frost, und große Wasser ziehen sich eng zusammen.
11Frumentum desiderat nubes, et nubes spargunt lumen suum.
11Die Wolken beschwert er mit Wasser, und durch das Gewölk bricht sein Licht.
12Quæ lustrant per circuitum, quocumque eas voluntas gubernantis duxerit, ad omne quod præceperit illis super faciem orbis terrarum:
12Er kehrt die Wolken, wo er hin will, daß sie schaffen alles, was er ihnen gebeut, auf dem Erdboden:
13sive in una tribu, sive in terra sua, sive in quocumque loco misericordiæ suæ eas jusserit inveniri.
13es sei zur Züchtigung über ein Land oder zur Gnade, läßt er sie kommen.
14Ausculta hæc, Job: sta, et considera mirabilia Dei.
14Da merke auf, Hiob, stehe und vernimm die Wunder Gottes!
15Numquid scis quando præceperit Deus pluviis, ut ostenderent lucem nubium ejus?
15Weißt du wie Gott solches über sie bringt und wie er das Licht aus seinen Wolken läßt hervorbrechen?
16Numquid nosti semitas nubium magnas, et perfectas scientias?
16Weißt du wie sich die Wolken ausstreuen, die Wunder des, der vollkommen ist an Wissen?
17Nonne vestimenta tua calida sunt, cum perflata fuerit terra austro?
17Du, des Kleider warm sind, wenn das Land still ist vom Mittagswinde,
18Tu forsitan cum eo fabricatus es cælos, qui solidissimi quasi ære fusi sunt.
18ja, du wirst mit ihm den Himmel ausbreiten, der fest ist wie ein gegossener Spiegel.
19Ostende nobis quid dicamus illi: nos quippe involvimur tenebris.
19Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir können nichts vorbringen vor Finsternis.
20Quis narrabit ei quæ loquor? etiam si locutus fuerit homo, devorabitur.
20Wer wird ihm erzählen, daß ich wolle reden? So jemand redet, der wird verschlungen.
21At nunc non vident lucem: subito aër cogetur in nubes, et ventus transiens fugabit eas.
21Jetzt sieht man das Licht nicht, das am Himmel hell leuchtet; wenn aber der Wind weht, so wird's klar.
22Ab aquilone aurum venit, et ad Deum formidolosa laudatio.
22Von Mitternacht kommt Gold; um Gott her ist schrecklicher Glanz.
23Digne eum invenire non possumus: magnus fortitudine, et judicio, et justitia: et enarrari non potest.
23Den Allmächtigen aber können wir nicht finden, der so groß ist von Kraft; das Recht und eine gute Sache beugt er nicht.
24Ideo timebunt eum viri, et non audebunt contemplari omnes qui sibi videntur esse sapientes.]
24Darum müssen ihn fürchten die Leute; und er sieht keinen an, wie weise sie sind.

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