Job 4
Clementine Vulgate, 1598Translation
Clementine Vulgate, 1598
Lutherbibel 1912
1Respondens autem Eliphaz Themanites, dixit:
1Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
2[Si cœperimus loqui tibi, forsitan moleste accipies; sed conceptum sermonem tenere quis poterit?
2Du hast's vielleicht nicht gern, so man versucht, mit dir zu reden; aber wer kann sich's enthalten?
3Ecce docuisti multos, et manus lassas roborasti;
3Siehe, du hast viele unterwiesen und lässige Hände gestärkt;
4vacillantes confirmaverunt sermones tui, et genua trementia confortasti.
4deine Rede hat die Gefallenen aufgerichtet, und die bebenden Kniee hast du gekräftigt.
5Nunc autem venit super te plaga, et defecisti; tetigit te, et conturbatus es.
5Nun aber es an dich kommt, wirst du weich; und nun es dich trifft, erschrickst du.
6Ubi est timor tuus, fortitudo tua, patientia tua, et perfectio viarum tuarum?
6Ist nicht deine Gottesfurcht dein Trost, deine Hoffnung die Unsträflichkeit deiner Wege?
7Recordare, obsecro te, quis umquam innocens periit? aut quando recti deleti sunt?
7Gedenke doch, wo ist ein Unschuldiger umgekommen? oder wo sind die Gerechten je vertilgt?
8Quin potius vidi eos qui operantur iniquitatem, et seminant dolores, et metunt eos,
8Wie ich wohl gesehen habe: die da Mühe pflügen und Unglück säten, ernteten es auch ein;
9flante Deo perisse, et spiritu iræ ejus esse consumptos.
9durch den Odem Gottes sind sie umgekommen und vom Geist seines Zorns vertilgt.
10Rugitus leonis, et vox leænæ, et dentes catulorum leonum contriti sunt.
10Das Brüllen der Löwen und die Stimme der großen Löwen und die Zähne der jungen Löwen sind zerbrochen.
11Tigris periit, eo quod non haberet prædam, et catuli leonis dissipati sunt.
11Der Löwe ist umgekommen, daß er nicht mehr raubt, und die Jungen der Löwin sind zerstreut.
12Porro ad me dictum est verbum absconditum, et quasi furtive suscepit auris mea venas susurri ejus.
12Und zu mir ist gekommen ein heimlich Wort, und mein Ohr hat ein Wörtlein davon empfangen.
13In horrore visionis nocturnæ, quando solet sopor occupare homines,
13Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt,
14pavor tenuit me, et tremor, et omnia ossa mea perterrita sunt;
14da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken.
15et cum spiritus, me præsente, transiret, inhorruerunt pili carnis meæ.
15Und da der Geist an mir vorüberging standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe.
16Stetit quidam, cujus non agnoscebam vultum, imago coram oculis meis, et vocem quasi auræ lenis audivi.
16Da stand ein Bild vor meinen Augen, und ich kannte seine Gestalt nicht; es war still, und ich hörte eine Stimme:
17Numquid homo, Dei comparatione, justificabitur? aut factore suo purior erit vir?
17Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott? oder ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?
18Ecce qui serviunt ei, non sunt stabiles, et in angelis suis reperit pravitatem;
18Siehe, unter seinen Knechten ist keiner ohne Tadel, und seine Boten zeiht er der Torheit:
19quanto magis hi qui habitant domos luteas, qui terrenum habent fundamentum, consumentur velut a tinea?
19wie viel mehr die in Lehmhäusern wohnen und auf Erde gegründet sind und werden von Würmern gefressen!
20De mane usque ad vesperam succidentur; et quia nullus intelligit, in æternum peribunt.
20Es währt vom Morgen bis an den Abend, so werden sie zerschlagen; und ehe sie es gewahr werden, sind sie gar dahin,
21Qui autem reliqui fuerint, auferentur ex eis; morientur, et non in sapientia.]
21und ihre Nachgelassenen vergehen und sterben auch unversehens.
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