Sprüche
Chapter 9
Lutherbibel 1912
vs Clementine Vulgate…
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Sprüche 9

Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Säulen,
1[Sapientia ædificavit sibi domum: excidit columnas septem.
2schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch
2Immolavit victimas suas, miscuit vinum, et proposuit mensam suam.
3und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:
3Misit ancillas suas ut vocarent ad arcem et ad mœnia civitatis.
4“Wer verständig ist, der mache sich hierher!”, und zum Narren sprach sie:
4Si quis est parvulus, veniat ad me. Et insipientibus locuta est:
5“Kommet, zehret von meinem Brot und trinket den Wein, den ich schenke;
5Venite, comedite panem meum, et bibite vinum quod miscui vobis.
6verlaßt das unverständige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit.”
6Relinquite infantiam, et vivite, et ambulate per vias prudentiæ.]
7Wer den Spötter züchtigt, der muß Schande auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnt werden.
7[Qui erudit derisorem, ipse injuriam sibi facit, et qui arguit impium, sibi maculam generat.
8Strafe den Spötter nicht, er haßt dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben.
8Noli arguere derisorem, ne oderit te: argue sapientem, et diliget te.
9Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.
9Da sapienti occasionem, et addetur ei sapientia; doce justum, et festinabit accipere.
10Der Weisheit Anfang ist des HERRN Furcht, und den Heiligen erkennen ist Verstand.
10Principium sapientiæ timor Domini, et scientia sanctorum prudentia.
11Denn durch mich werden deiner Tage viel werden und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden.
11Per me enim multiplicabuntur dies tui, et addentur tibi anni vitæ.
12Bist du weise, so bist du dir weise; bist du ein Spötter, so wirst du es allein tragen.
12Si sapiens fueris, tibimetipsi eris; si autem illusor, solus portabis malum.]
13Es ist aber ein törichtes, wildes Weib, voll Schwätzens, und weiß nichts;
13[Mulier stulta et clamosa, plenaque illecebris, et nihil omnino sciens,
14die sitzt in der Tür ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt,
14sedit in foribus domus suæ, super sellam in excelso urbis loco,
15zu laden alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln:
15ut vocaret transeuntes per viam, et pergentes itinere suo:
16“Wer unverständig ist, der mache sich hierher!”, und zum Narren spricht sie:
16Qui est parvulus declinet ad me. Et vecordi locuta est:
17“Die gestohlenen Wasser sind süß, und das verborgene Brot schmeckt wohl.”
17Aquæ furtivæ dulciores sunt, et panis absconditus suavior.
18Er weiß aber nicht, daß daselbst Tote sind und ihre Gäste in der tiefen Grube.
18Et ignoravit quod ibi sint gigantes, et in profundis inferni convivæ ejus.]

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