Sprüche
Chapter 25
Lutherbibel 1912
vs Clementine Vulgate…
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Sprüche 25

Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1Dies sind auch Sprüche Salomos, die hinzugesetzt haben die Männer Hiskias, des Königs in Juda.
1Hæ quoque parabolæ Salomonis, quas transtulerunt viri Ezechiæ regis Juda.
2Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen; aber der Könige Ehre ist's, eine Sache zu erforschen.
2[Gloria Dei est celare verbum, et gloria regum investigare sermonem.
3Der Himmel ist hoch und die Erde tief; aber der Könige Herz ist unerforschlich.
3Cælum sursum, et terra deorsum, et cor regum inscrutabile.
4Man tue den Schaum vom Silber, so wird ein reines Gefäß daraus.
4Aufer rubiginem de argento, et egredietur vas purissimum.
5Man tue den Gottlosen hinweg vor dem König, so wird sein Thron mit Gerechtigkeit befestigt.
5Aufer impietatem de vultu regis, et firmabitur justitia thronus ejus.
6Prange nicht vor dem König und tritt nicht an den Ort der Großen.
6Ne gloriosus appareas coram rege, et in loco magnorum ne steteris.
7Denn es ist dir besser, daß man zu dir sage: Tritt hier herauf! als daß du vor dem Fürsten erniedrigt wirst, daß es deine Augen sehen müssen.
7Melius est enim ut dicatur tibi: Ascende huc, quam ut humilieris coram principe.]
8Fahre nicht bald heraus, zu zanken; denn was willst du hernach machen, wenn dich dein Nächster beschämt hat?
8[Quæ viderunt oculi tui ne proferas in jurgio cito, ne postea emendare non possis, cum dehonestaveris amicum tuum.
9Führe deine Sache mit deinem Nächsten, und offenbare nicht eines andern Heimlichkeit,
9Causam tuam tracta cum amico tuo, et secretum extraneo ne reveles:
10auf daß nicht übel von dir spreche, der es hört, und dein böses Gerücht nimmer ablasse.
10ne forte insultet tibi cum audierit, et exprobrare non cesset. Gratia et amicitia liberant: quas tibi serva, ne exprobrabilis fias.
11Ein Wort geredet zu seiner Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.
11Mala aurea in lectis argenteis, qui loquitur verbum in tempore suo.
12Wer einem Weisen gehorcht, der ihn straft, das ist wie ein goldenes Stirnband und goldenes Halsband.
12Inauris aurea, et margaritum fulgens, qui arguit sapientem et aurem obedientem.
13Wie die Kühle des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein treuer Bote dem, der ihn gesandt hat, und labt seines Herrn Seele.
13Sicut frigus nivis in die messis, ita legatus fidelis ei qui misit eum: animam ipsius requiescere facit.
14Wer viel verspricht und hält nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen.
14Nubes, et ventus, et pluviæ non sequentes, vir gloriosus et promissa non complens.
15Durch Geduld wird ein Fürst versöhnt, und eine linde Zunge bricht die Härtigkeit.
15Patientia lenietur princeps, et lingua mollis confringet duritiam.]
16Findest du Honig, so iß davon, so viel dir genug ist, daß du nicht zu satt wirst und speiest ihn aus.
16[Mel invenisti: comede quod sufficit tibi, ne forte satiatus evomas illud.
17Entzieh deinen Fuß vom Hause deines Nächsten; er möchte dein überdrüssig und dir gram werden.
17Subtrahe pedem tuum de domo proximi tui, nequando satiatus oderit te.
18Wer wider seinen Nächsten falsch Zeugnis redet, der ist ein Spieß, Schwert und scharfer Pfeil.
18Jaculum, et gladius, et sagitta acuta, homo qui loquitur contra proximum suum falsum testimonium.
19Die Hoffnung auf einen Treulosen zur Zeit der Not ist wie ein fauler Zahn und gleitender Fuß.
19Dens putridus, et pes lassus, qui sperat super infideli in die angustiæ,
20Wer einem betrübten Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer das Kleid ablegt am kalten Tage, und wie Essig auf der Kreide.
20et amittit pallium in die frigoris. Acetum in nitro, qui cantat carmina cordi pessimo. Sicut tinea vestimento, et vermis ligno, ita tristitia viri nocet cordi.
21Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser.
21Si esurierit inimicus tuus, ciba illum; si sitierit, da ei aquam bibere:
22Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir's vergelten.
22prunas enim congregabis super caput ejus, et Dominus reddet tibi.
23Der Nordwind bringt Ungewitter, und die heimliche Zunge macht saures Angesicht.
23Ventus aquilo dissipat pluvias, et facies tristis linguam detrahentem.
24Es ist besser, im Winkel auf dem Dach sitzen denn bei einem zänkischen Weibe in einem Haus beisammen.
24Melius est sedere in angulo domatis quam cum muliere litigiosa et in domo communi.
25Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kalt Wasser einer durstigen Seele.
25Aqua frigida animæ sitienti, et nuntius bonus de terra longinqua.
26Ein Gerechter, der vor einem Gottlosen fällt, ist wie ein getrübter Brunnen und eine verderbte Quelle.
26Fons turbatus pede et vena corrupta, justus cadens coram impio.
27Wer zuviel Honig ißt, das ist nicht gut; und wer schwere Dinge erforscht, dem wird's zu schwer.
27Sicut qui mel multum comedit non est ei bonum, sic qui scrutator est majestatis opprimetur a gloria.
28Ein Mann, der seinen Geist nicht halten kann, ist wie eine offene Stadt ohne Mauern.
28Sicut urbs patens et absque murorum ambitu, ita vir qui non potest in loquendo cohibere spiritum suum.]

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