Sprüche
Chapter 20
Lutherbibel 1912
vs Clementine Vulgate…
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Sprüche 20

Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.
1[Luxuriosa res vinum, et tumultuosa ebrietas: quicumque his delectatur non erit sapiens.
2Das Schrecken des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; wer ihn erzürnt, der sündigt wider sein Leben.
2Sicut rugitus leonis, ita et terror regis: qui provocat eum peccat in animam suam.
3Es ist dem Mann eine Ehre, vom Hader bleiben; aber die gern Hadern, sind allzumal Narren.
3Honor est homini qui separat se a contentionibus; omnes autem stulti miscentur contumeliis.
4Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte betteln und nichts kriegen.
4Propter frigus piger arare noluit; mendicabit ergo æstate, et non dabitur illi.
5Der Rat im Herzen eines Mannes ist wie tiefe Wasser; aber ein Verständiger kann's merken, was er meint.
5Sicut aqua profunda, sic consilium in corde viri; sed homo sapiens exhauriet illud.
6Viele Menschen werden fromm gerühmt; aber wer will finden einen, der rechtschaffen fromm sei?
6Multi homines misericordes vocantur; virum autem fidelem quis inveniet?]
7Ein Gerechter, der in seiner Frömmigkeit wandelt, des Kindern wird's wohl gehen nach ihm.
7[Justus qui ambulat in simplicitate sua beatos post se filios derelinquet.
8Ein König, der auf seinem Stuhl sitzt, zu richten, zerstreut alles Arge mit seinen Augen.
8Rex qui sedet in solio judicii dissipat omne malum intuitu suo.
9Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde?
9Quis potest dicere: Mundum est cor meum; purus sum a peccato?
10Mancherlei Gewicht und Maß ist beides Greuel dem HERRN.
10Pondus et pondus, mensura et mensura: utrumque abominabile est apud Deum.
11Auch einen Knaben kennt man an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will.
11Ex studiis suis intelligitur puer, si munda et recta sint opera ejus.
12Ein hörend Ohr und sehend Auge, die macht beide der HERR.
12Aurem audientem, et oculum videntem: Dominus fecit utrumque.
13Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen wacker sein, so wirst du Brot genug haben.
13Noli diligere somnum, ne te egestas opprimat: aperi oculos tuos, et saturare panibus.
14“Böse, böse!” spricht man, wenn man's hat; aber wenn's weg ist, so rühmt man es dann.
14Malum est, malum est, dicit omnis emptor; et cum recesserit, tunc gloriabitur.
15Es gibt Gold und viele Perlen; aber ein vernünftiger Mund ist ein edles Kleinod.
15Est aurum et multitudo gemmarum, et vas pretiosum labia scientiæ.]
16Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wird, und pfände ihn um des Fremden willen.
16[Tolle vestimentum ejus qui fidejussor extitit alieni, et pro extraneis aufer pignus ab eo.
17Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieselsteine werden.
17Suavis est homini panis mendacii, et postea implebitur os ejus calculo.
18Anschläge bestehen, wenn man sie mit Rat führt; und Krieg soll man mit Vernunft führen.
18Cogitationes consiliis roborantur, et gubernaculis tractanda sunt bella.
19Sei unverworren mit dem, der Heimlichkeit offenbart, und mit dem Verleumder und mit dem falschen Maul.
19Ei qui revelat mysteria, et ambulat fraudulenter, et dilatat labia sua, ne commiscearis.
20Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte wird verlöschen mitten in der Finsternis.
20Qui maledicit patri suo et matri, extinguetur lucerna ejus in mediis tenebris:
21Das Erbe, darnach man zuerst sehr eilt wird zuletzt nicht gesegnet sein.
21hæreditas ad quam festinatur in principio, in novissimo benedictione carebit.
22Sprich nicht: Ich will Böses vergelten! Harre des HERRN, der wird dir helfen.
22Ne dicas: Reddam malum: exspecta Dominum, et liberabit te.
23Mancherlei Gewicht ist ein Greuel dem HERRN, und eine falsche Waage ist nicht gut.
23Abominatio est apud Dominum pondus et pondus; statera dolosa non est bona.
24Jedermanns Gänge kommen vom HERRN. Welcher Mensch versteht seinen Weg?
24A Domino diriguntur gressus viri: quis autem hominum intelligere potest viam suam?
25Es ist dem Menschen ein Strick, sich mit Heiligem übereilen und erst nach den Geloben überlegen.
25Ruina est homini devorare sanctos, et post vota retractare.]
26Ein weiser König zerstreut die Gottlosen und bringt das Rad über sie.
26[Dissipat impios rex sapiens, et incurvat super eos fornicem.
27Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist; die geht durch alle Kammern des Leibes.
27Lucerna Domini spiraculum hominis, quæ investigat omnia secreta ventris.
28Fromm und wahrhaftig sein behütet den König, und sein Thron besteht durch Frömmigkeit.
28Misericordia et veritas custodiunt regem, et roboratur clementia thronus ejus.
29Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Alten Schmuck.
29Exsultatio juvenum fortitudo eorum, et dignitas senum canities.
30Man muß dem Bösen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlägen, die man fühlt.
30Livor vulneris absterget mala, et plagæ in secretioribus ventris.]

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