Job 9
Louis Segond 1910Translation
Louis Segond 1910
Lutherbibel 1912
1Job prit la parole et dit:
1Hiob antwortete und sprach:
2Je sais bien qu’il en est ainsi; Comment l’homme serait-il juste devant Dieu?
2Ja, ich weiß gar wohl, daß es also ist und daß ein Mensch nicht recht behalten mag gegen Gott.
3S’il voulait contester avec lui, Sur mille choses il ne pourrait répondre à une seule.
3Hat er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.
4A lui la sagesse et la toute-puissance: Qui lui résisterait impunément?
4Er ist weise und mächtig; wem ist's je gelungen, der sich wider ihn gelegt hat?
5Il transporte soudain les montagnes, Il les renverse dans sa colère.
5Er versetzt Berge, ehe sie es innewerden, die er in seinem Zorn umkehrt.
6Il secoue la terre sur sa base, Et ses colonnes sont ébranlées.
6Er bewegt die Erde aus ihrem Ort, daß ihre Pfeiler zittern.
7Il commande au soleil, et le soleil ne paraît pas; Il met un sceau sur les étoiles.
7Er spricht zur Sonne, so geht sie nicht auf, und versiegelt die Sterne.
8Seul, il étend les cieux, Il marche sur les hauteurs de la mer.
8Er breitet den Himmel aus allein und geht auf den Wogen des Meeres.
9Il a créé la Grande Ourse, l’Orion et les Pléiades, Et les étoiles des régions australes.
9Er macht den Wagen am Himmel und Orion und die Plejaden und die Sterne gegen Mittag.
10Il fait des choses grandes et insondables, Des merveilles sans nombre.
10Er tut große Dinge, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, deren keine Zahl ist.
11Voici, il passe près de moi, et je ne le vois pas, Il s’en va, et je ne l’aperçois pas.
11Siehe, er geht an mir vorüber, ehe ich's gewahr werde, und wandelt vorbei, ehe ich's merke.
12S’il enlève, qui s’y opposera? Qui lui dira: Que fais-tu?
12Siehe, wenn er hinreißt, wer will ihm wehren? Wer will zu ihm sagen: Was machst du?
13Dieu ne retire point sa colère; Sous lui s’inclinent les appuis de l’orgueil.
13Er ist Gott; seinen Zorn kann niemand stillen; unter ihn mußten sich beugen die Helfer Rahabs.
14Et moi, comment lui répondre? Quelles paroles choisir?
14Wie sollte ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn?
15Quand je serais juste, je ne répondrais pas; Je ne puis qu’implorer mon juge.
15Wenn ich auch recht habe, kann ich ihm dennoch nicht antworten, sondern ich müßte um mein Recht flehen.
16Et quand il m’exaucerait, si je l’invoque, Je ne croirais pas qu’il eût écouté ma voix,
16Wenn ich ihn schon anrufe, und er mir antwortet, so glaube ich doch nicht, daß er meine Stimme höre.
17Lui qui m’assaille comme par une tempête, Qui multiplie sans raison mes blessures,
17Denn er fährt über mich mit Ungestüm und macht mir Wunden viel ohne Ursache.
18Qui ne me laisse pas respirer, Qui me rassasie d’amertume.
18Er läßt meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll Betrübnis.
19Recourir à la force? Il est tout-puissant. A la justice? Qui me fera comparaître?
19Will man Macht, so ist er zu mächtig; will man Recht, wer will mein Zeuge sein?
20Suis-je juste, ma bouche me condamnera; Suis-je innocent, il me déclarera coupable.
20Sage ich, daß ich gerecht bin, so verdammt er mich doch; bin ich Unschuldig, so macht er mich doch zu Unrecht.
21Innocent! Je le suis; mais je ne tiens pas à la vie, Je méprise mon existence.
21Ich bin unschuldig! ich frage nicht nach meiner Seele, begehre keines Lebens mehr.
22Qu’importe après tout? Car, j’ose le dire, Il détruit l’innocent comme le coupable.
22Es ist eins, darum sage ich: Er bringt um beide, den Frommen und den Gottlosen.
23Si du moins le fléau donnait soudain la mort!… Mais il se rit des épreuves de l’innocent.
23Wenn er anhebt zu geißeln, so dringt er alsbald zum Tod und spottet der Anfechtung der Unschuldigen.
24La terre est livrée aux mains de l’impie; Il voile la face des juges. Si ce n’est pas lui, qui est-ce donc?
24Das Land aber wird gegeben unter die Hand der Gottlosen, und der Richter Antlitz verhüllt er. Ist's nicht also, wer anders sollte es tun?
25Mes jours sont plus rapides qu’un courrier; Ils fuient sans avoir vu le bonheur;
25Meine Tage sind schneller gewesen denn ein Läufer; sie sind geflohen und haben nichts Gutes erlebt.
26Ils passent comme les navires de jonc, Comme l’aigle qui fond sur sa proie.
26Sie sind dahingefahren wie die Rohrschiffe, wie ein Adler fliegt zur Speise.
27Si je dis: Je veux oublier mes souffrances, Laisser ma tristesse, reprendre courage,
27Wenn ich gedenke: Ich will meiner Klage vergessen und meine Gebärde lassen fahren und mich erquicken,
28Je suis effrayé de toutes mes douleurs. Je sais que tu ne me tiendras pas pour innocent.
28so fürchte ich alle meine Schmerzen, weil ich weiß, daß du mich nicht unschuldig sein lässest.
29Je serai jugé coupable; Pourquoi me fatiguer en vain?
29Ich muß ja doch ein Gottloser sein; warum mühe ich mich denn so vergeblich?
30Quand je me laverais dans la neige, Quand je purifierais mes mains avec du savon,
30Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wüsche und reinigte mein Hände mit Lauge,
31Tu me plongerais dans la fange, Et mes vêtements m’auraient en horreur.
31so wirst du mich doch tauchen in Kot, und so werden mir meine Kleider greulich anstehen.
32Il n’est pas un homme comme moi, pour que je lui réponde, Pour que nous allions ensemble en justice.
32Denn er ist nicht meinesgleichen, dem ich antworten könnte, daß wir vor Gericht miteinander kämen.
33Il n’y a pas entre nous d’arbitre, Qui pose sa main sur nous deux.
33Es ist zwischen uns kein Schiedsmann, der seine Hand auf uns beide lege.
34Qu’il retire sa verge de dessus moi, Que ses terreurs ne me troublent plus;
34Er nehme von mir seine Rute und lasse seinen Schrecken von mir,
35Alors je parlerai et je ne le craindrai pas. Autrement, je ne suis point à moi-même.
35daß ich möge reden und mich nicht vor ihm fürchten dürfe; denn ich weiß, daß ich kein solcher bin.
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