Römer 4
Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, daß er gefunden habe nach dem Fleisch?
1Quid ergo dicemus invenisse Abraham patrem nostrum secundum carnem?
2Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott.
2Si enim Abraham ex operibus justificatus est, habet gloriam, sed non apud Deum.
3Was sagt denn die Schrift? “Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.”
3Quid enim dicit Scriptura? Credidit Abraham Deo, et reputatam est illi ad justitiam.
4Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht.
4Ei autem qui operatur, merces non imputatur secundum gratiam, sed secundum debitum.
5Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.
5Ei vero qui non operatur, credenti autem in eum, qui justificat impium, reputatur fides ejus ad justitiam secundum propositum gratiæ Dei.
6Nach welcher Weise auch David sagt, daß die Seligkeit sei allein des Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, da er spricht:
6Sicut et David dicit beatitudinem hominis, cui Deus accepto fert justitiam sine operibus:
7“Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind und welchen ihre Sünden bedeckt sind!
7[Beati, quorum remissæ sunt iniquitates, et quorum tecta sunt peccata.
8Selig ist der Mann, welchem Gott die Sünde nicht zurechnet!”
8Beatus vir, cui non imputavit Dominus peccatum.]
9Nun diese Seligkeit, geht sie über die Beschnittenen oder auch über die Unbeschnittenen? Wir müssen ja sagen, daß Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.
9Beatitudo ergo hæc in circumcisione tantum manet, an etiam in præputio? Dicimus enim quia reputata est Abrahæ fides ad justitiam.
10Wie ist er ihm denn zugerechnet? Als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Nicht, als er beschnitten, sondern als er unbeschnitten war.
10Quomodo ergo reputata est? in circumcisione, an in præputio? Non in circumcisione, sed in præputio.
11Das Zeichen der Beschneidung empfing er zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er hatte, als er noch nicht beschnitten war, auf daß er würde ein Vater aller, die da glauben und nicht beschnitten sind, daß ihnen solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit;
11Et signum accepit circumcisionis, signaculum justitiæ fidei, quæ est in præputio: ut sit pater omnium credentium per præputium, ut reputetur et illis ad justitiam:
12und würde auch ein Vater der Beschneidung, derer, die nicht allein beschnitten sind, sondern auch wandeln in den Fußtapfen des Glaubens, welcher war in unserm Vater Abraham, als er noch unbeschnitten war.
12et sit pater circumcisionis non iis tantum, qui sunt ex circumcisione, sed et iis qui sectantur vestigia fidei, quæ est in præputio patris nostri Abrahæ.
13Denn die Verheißung, daß er sollte sein der Welt Erbe, ist nicht geschehen Abraham oder seinem Samen durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
13Non enim per legem promissio Abrahæ, aut semini ejus ut hæres esset mundi: sed per justitiam fidei.
14Denn wo die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichts, und die Verheißung ist abgetan.
14Si enim qui ex lege, hæredes sunt: exinanita est fides, abolita est promissio.
15Sintemal das Gesetz nur Zorn anrichtet; denn wo das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung.
15Lex enim iram operatur. Ubi enim non est lex, nec prævaricatio.
16Derhalben muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf daß sie sei aus Gnaden und die Verheißung fest bleibe allem Samen, nicht dem allein, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater
16Ideo ex fide, ut secundum gratiam firma sit promissio omni semini, non ei qui ex lege est solum, sed et ei qui ex fide est Abrahæ, qui pater est omnium nostrum
17(wie geschrieben steht: “Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker”) vor Gott, dem er geglaubt hat, der da lebendig macht die Toten und ruft dem, was nicht ist, daß es sei.
17(sicut scriptum est: Quia patrem multarum gentium posui te) ante Deum, cui credidit, qui vivificat mortuos, et vocat ea quæ non sunt, tamquam ea quæ sunt:
18Und er hat geglaubt auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf daß er würde ein Vater vieler Völker, wie denn zu ihm gesagt ist: “Also soll dein Same sein.”
18qui contra spem in spem credidit, ut fieret pater multarum gentium secundum quod dictum est ei: Sic erit semen tuum.
19Und er ward nicht schwach im Glauben, sah auch nicht an seinem eigenen Leib, welcher schon erstorben war (weil er schon fast hundertjährig war), auch nicht den erstorbenen Leib der Sara;
19Et non infirmatus est fide, nec consideravit corpus suum emortuum, cum jam fere centum esset annorum, et emortuam vulvam Saræ.
20denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre
20In repromissione etiam Dei non hæsitavit diffidentia, sed confortatus est fide, dans gloriam Deo:
21und wußte aufs allergewisseste, daß, was Gott verheißt, das kann er auch tun.
21plenissime sciens, quia quæcumque promisit, potens est et facere.
22Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet.
22Ideo et reputatum est illi ad justitiam.
23Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, daß es ihm zugerechnet ist,
23Non est autem scriptum tantum propter ipsum quia reputatum est illi ad justitiam:
24sondern auch um unsertwillen, welchen es zugerechnet werden soll, so wir glauben an den, der unsern HERRN Jesus auferweckt hat von den Toten,
24sed et propter nos, quibus reputabitur credentibus in eum, qui suscitavit Jesum Christum Dominum nostrum a mortuis,
25welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.
25qui traditus est propter delicta nostra, et resurrexit propter justificationem nostram.
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