Jesaja
Chapter 28
Lutherbibel 1912
vs Clementine Vulgate…
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Jesaja 28

Lutherbibel 1912Translation
Lutherbibel 1912
Clementine Vulgate, 1598
1Weh der prächtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, der welken Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche steht oben über einem fetten Tal derer, die vom Wein taumeln!
1[Væ coronæ superbiæ, ebriis Ephraim, et flori decidenti, gloriæ exsultationis ejus, qui erant in vertice vallis pinguissimæ, errantes a vino.
2Siehe, ein Starker und Mächtiger vom Herrn wie ein Hagelsturm, wie ein schädliches Wetter, wie ein Wassersturm, der mächtig einreißt, wirft sie zu Boden mit Gewalt,
2Ecce validus et fortis Dominus sicut impetus grandinis; turbo confringens, sicut impetus aquarum multarum inundantium et emissarum super terram spatiosam.
3daß die prächtige Krone der Trunkenen von Ephraim mit Füßen zertreten wird.
3Pedibus conculcabitur corona superbiæ ebriorum Ephraim.
4Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche steht oben über einem fetten Tal, wird sein gleichwie die Frühfeige vor dem Sommer, welche einer ersieht und flugs aus der Hand verschlingt.
4Et erit flos decidens gloriæ exsultationis ejus, qui est super verticem vallis pinguium, quasi temporaneum ante maturitatem autumni, quod, cum aspexerit videns, statim ut manu tenuerit, devorabit illud.
5Zu der Zeit wird der HERR Zebaoth sein eine liebliche Krone und ein herrlicher Kranz den Übriggebliebenen seines Volks
5In die illa erit Dominus exercituum corona gloriæ, et sertum exsultationis residuo populi sui;
6und ein Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und eine Stärke denen, die den Streit zurücktreiben zum Tor.
6et spiritus judicii sedenti super judicium, et fortitudo revertentibus de bello ad portam.]
7Aber auch diese sind vom Wein toll geworden und taumeln von starkem Getränk. Beide, Priester und Propheten, sind toll von starkem Getränk, sind in Wein ersoffen und taumeln von starkem Getränk; sie sind toll beim Weissagen und wanken beim Rechtsprechen.
7[Verum hi quoque præ vino nescierunt, et præ ebrietate erraverunt; sacerdos et propheta nescierunt præ ebrietate; absorpti sunt a vino, erraverunt in ebrietate, nescierunt videntem, ignoraverunt judicium.
8Denn alle Tische sind voll Speiens und Unflats an allen Orten.
8Omnes enim mensæ repletæ sunt vomitu sordiumque, ita ut non esset ultra locus.
9“Wen, sagen sie, will er denn lehren Erkenntnis? wem will er zu verstehen geben die Predigt? Den Entwöhnten von der Milch, denen, die von Brüsten abgesetzt sind?
9Quem docebit scientiam? et quem intelligere faciet auditum? Ablactatos a lacte, avulsos ab uberibus.
10Gebeut hin, gebeut her; tue dies, tue das; harre hier, harre da; warte hier, warte da; hier ein wenig, da ein wenig!”
10Quia manda, remanda; manda, remanda; exspecta, reexspecta; exspecta, reexspecta; modicum ibi, modicum ibi.
11Wohlan, er wird einmal mit unverständlichen Lippen und mit einer andern Zunge reden zu diesem Volk, welchem jetzt dies gepredigt wird:
11In loquela enim labii, et lingua altera loquetur ad populum istum.
12“So hat man Ruhe, so erquickt man die Müden, so wird man still”; und sie wollen doch solche Predigt nicht.
12Cui dixit: Hæc est requies mea, reficite lassum; et hoc est meum refrigerium: et noluerunt audire.
13Darum soll ihnen auch des HERRN Wort eben also werden: Gebeut hin, gebeut her; tut dies, tut das; harre hier, harre da; warte hier, warte da; hier ein wenig, da ein wenig, daß sie hingehen und zurückfallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.
13Et erit eis verbum Domini: Manda, remanda; manda, remanda; exspecta, reexspecta; exspecta, reexspecta; modicum ibi, modicum ibi; ut vadant, et cadant retrorsum, et conterantur, et illaqueentur, et capiantur.
14So höret nun des HERRN Wort, ihr Spötter, die ihr herrschet über dies Volk, das zu Jerusalem ist.
14Propter hoc audite verbum Domini, viri illusores, qui dominamini super populum meum, qui est in Jerusalem.
15Denn ihr sprecht: Wir haben mit dem Tod einen Bund und mit der Hölle einen Vertag gemacht; wenn eine Flut dahergeht, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Lüge zu unsrer Zuflucht und Heuchelei zu unserm Schirm gemacht.
15Dixistis enim: Percussimus fœdus cum morte, et cum inferno fecimus pactum: flagellum inundans cum transierit, non veniet super nos quia posuimus mendacium spem nostram, et mendacio protecti sumus.
16Darum spricht der Herr HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein, der wohl gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.
16Idcirco hæc dicit Dominus Deus: Ecce ego mittam in fundamentis Sion lapidem, lapidem probatum, angularem, pretiosum, in fundamento fundatum; qui crediderit, non festinet.
17Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum Gericht machen; so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtreiben, und Wasser sollen den Schirm wegschwemmen,
17Et ponam in pondere judicium, et justitiam in mensura; et subvertet grando spem mendacii, et protectionem aquæ inundabunt.
18daß euer Bund mit dem Tode los werde und euer Vertrag mit der Hölle nicht bestehe. Und wenn eine Flut dahergeht, wird sie euch zertreten; sobald sie dahergeht, wird sie euch wegnehmen.
18Et delebitur fœdus vestrum cum morte, et pactum vestrum cum inferno non stabit: flagellum inundans cum transierit, eritis ei in conculcationem.
19Kommt sie des Morgens, so geschieht's des Morgens; also auch, sie komme des Tags oder des Nachts. Denn allein die Anfechtung lehrt aufs Wort merken.
19Quandocumque pertransierit, tollet vos, quoniam in mane diluculo pertransibit in die et in nocte; et tantummodo sola vexatio intellectum dabit auditui.
20Denn das Bett ist so eng, daß nichts übrig ist, und die Decke so kurz, daß man sich drein schmiegen muß.
20Coangustatum est enim stratum, ita ut alter decidat; et pallium breve utrumque operire non potest.
21Denn der HERR wird sich aufmachen wie auf dem Berge Perazim und zürnen wie im Tal Gibeon, daß er sein Werk vollbringe auf eine fremde Weise und daß er seine Arbeit tue auf seltsame Weise.
21Sicut enim in monte divisionum stabit Dominus; sicut in valle quæ est in Gabaon irascetur, ut faciat opus suum, alienum opus ejus: ut operetur opus suum, peregrinum est opus ejus ab eo.
22So lasset nun euer Spotten, auf daß eure Bande nicht härter werden; denn ich habe ein Verderben gehört, das vom Herrn HERRN Zebaoth beschlossen ist über alle Welt.
22Et nunc nolite illudere, ne forte constringantur vincula vestra; consummationem enim et abbreviationem audivi a Domino Deo exercituum, super universam terram.]
23Nehmet zu Ohren und höret meine Stimme; merket auf und höret meine Rede:
23[Auribus percipite, et audite vocem meam: attendite, et audite eloquium meum.
24Pflügt zur Saat oder bracht oder eggt auch ein Ackermann seinen Acker immerdar?
24Numquid tota die arabit arans ut serat? proscindet et sarriet humum suam?
25Ist's nicht also: wenn er's gleich gemacht hat, so streut er Wicken und wirft Kümmel und sät Weizen und Gerste, jegliches, wohin er's haben will, und Spelt an seinen Ort?
25Nonne cum adæquaverit faciem ejus, seret gith et cyminum sparget? et ponet triticum per ordinem, et hordeum, et milium, et viciam in finibus suis?
26Also unterwies ihn sein Gott zum Rechten und lehrte ihn.
26Et erudiet illum in judicio; Deus suus docebit illum.
27Denn man drischt die Wicken nicht mit Dreschwagen, so läßt man auch nicht das Wagenrad über den Kümmel gehen; sondern die Wicken schlägt man aus mit einem Stabe und den Kümmel mit einem Stecken.
27Non enim in serris triturabitur gith, nec rota plaustri super cyminum circuibit; sed in virga excutietur gith, et cyminum in baculo.
28Man mahlt es, daß es Brot werde, und drischt es nicht gar zunichte, wenn man's mit Wagenrädern und Pferden ausdrischt.
28Panis autem comminuetur; verum non in perpetuum triturans triturabit illum, neque vexabit eum rota plaustri, neque ungulis suis comminuet eum.
29Solches geschieht auch vom HERRN Zebaoth; denn sein Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus.
29Et hoc a Domino Deo exercituum exivit, ut mirabile faceret consilium, et magnificaret justitiam.]

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